Was mich gerade inspiriert – Winter 2025/26

Dieser Winter fühlt sich ehrlich gesagt extrem lang an. Wir hatten sehr viel Schnee – was ja eigentlich schön ist – aber inzwischen sehne ich mich wirklich sehr nach dem Frühling.

Die Monate November und Dezember waren unglaublich voll. Besonders die Zeit bis Weihnachten war gefühlt total gehetzt. Ich schreibe ja jedes Jahr sehr viele Weihnachtskarten (so um die 70–80 Stück) und obwohl ich diesmal wirklich früh angefangen habe – und sogar auf einen handschriftlichen Text verzichtet habe, war es am Ende doch wieder stressig. Ich glaube, dieses Jahr setze ich mir im September einen Reminder. Auch wenn es viel Arbeit ist: Es macht mir einfach Freude. Und ich möchte das eigentlich nicht missen.

Das neue Jahr startete direkt mit einer zweiwöchigen Ausstellung in Bethel – was mich wirklich sehr gefreut hat. Außerdem habe ich an drei Werken für eine Gruppenausstellung im April gearbeitet. Und im Mai steht dann noch eine Einzelausstellung an, für die ich gerade auf Hochtouren produziere. Die nächsten Monate sind also gut gefüllt – und ich freue mich wirklich sehr darüber. Es ist ein schönes Gefühl, so viel Kreatives vor sich zu haben.

Im November waren außerdem die Wahlen für das neue Vorstandsteam des Künstlerinnenforums Bielefeld – und ich bin sehr stolz, jetzt Teil des Vorstands zu sein. Ich freue mich sehr über diese neue Aufgabe und vor allem darüber, dieses großartige Netzwerk noch stärker unterstützen und mitgestalten zu dürfen.

 

Was mich gerade sonst noch begleitet

Was ich gerade koche

Die letzten Wochen war wirklich so viel los, dass ich kurz überlegen musste. Zu Weihnachten sind wir ja immer eine große Runde – die Familie meines Mannes kommt, und das sind wirklich einige Personen. Dieses Jahr habe ich wieder eine Linsensuppe gekocht, das Rezept ich vor Jahren von guten Freunden bekommen habe. Unglaublich aromatisch und perfekt für kalte Tage.

Im Winter liebe ich sowieso Eintöpfe und Schmorgerichte. Es gab auch Gulasch mit Quitten-Apfelmus, das ich im Herbst eingekocht hatte mit selbstgemachten Rotkohl. Den koche ich jedes Jahr. Aus dem Rotkohlrezept ist übrigens auch ein neues Werk entstanden.

 

Was ich Neues lerne

Die Arbeit im Vorstand des Künstlerinnenforums ist auf jeden Fall eine neue und spannende Aufgabe. Wir haben schon viele Ideen gesammelt und tolle Dinge geplant, das fühlt sich sehr motivierend an.

Und natürlich beschäftigt mich gerade intensiv die Vorbereitung meiner Einzelausstellung. Das ist nochmal ein ganz anderes Thema: Wie hänge ich die Werke? Wie präsentiere ich sie? Der Raum ist relativ groß. Ich habe mir einen Plan gezeichnet – und ihn bestimmt fünfmal wieder komplett verworfen. Ich bin selbst gespannt, wie ich mich am Ende entscheide und wie die Ausstellung dann tatsächlich wirken wird.

 

Was ich gerade höre

Ich bin ja leidenschaftliche Läuferin. Leider konnten meine Laufpartnerinnen mich in letzter Zeit nicht so oft begleiten wie ich mir das gewünscht hätte, also habe ich mich mehr auf kürzere, dafür schnellere Läufe konzentriert (oft auch einfach auf dem Laufband).

Dabei habe ich eine Playlist vom Ritter Butzke entdeckt. In meiner Berlin-Zeit habe ich dort viele Wochenenden verbracht, irgendwie ist Berliner Techno offenbar genau das richtige Tempo für mich zum Laufen. Es treibt mich unglaublich gut an und bringt mich sofort in meinen Rhythmus.

 

Was ich gerade lese

Im letzten Bookclub mit meinen Freundinnen haben wir „Wellness“ von Nathan Hill gelesen. Auch wenn das Buch zwischendurch Längen hatte, hat es mir wirklich gut gefallen, gefühlt waren es mehrere Bücher in einem. Es ist ziemlich umfangreich, und da wir uns nur alle sechs bis acht Wochen treffen, fühlt man sich da schon ein bisschen unter Druck.

Ich lese gerade mehrere Bücher parallel, „Ways of Curating“ von Hans Ulrich Obrist. Mit dem Bookclub sind wir gerade bei „Strandgut“ von Benjamin Myers und „Sunlight Later“ von Jo Matthews. Ich freue mich schon auf unser nächstes Treffen, wenn wir diese Bücher gemeinsam besprechen.

 

Was ich gerade riechen mag

Aktuell begleitet mich eine Duftmischung, die ich vor ein paar Jahren in einem kleinen Laden in Walsingham in England gekauft habe. Wir waren damals dort, weil eine Freundin geheiratet hat. Der Duft ist mit Patchouli und Sandelholz – warm, holzig und ein bisschen erdend. Genau das richtige für dieses Wetter. Ab nächster Woche soll es wärmer werden, ich freue mich schon drauf!