Rückblick: Ausstellung „Reife Früchte“

Gleich zu Beginn dieses Jahres hatte ich die Möglichkeit, in Bethel einige meiner Werke auszustellen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Das Thema der Ausstellung lautete „Reife Früchte“. In einer Zeit, in der Schönheit immer mehr optimiert und korrigiert wird, habe ich mich gefragt: Was ist eigentlich wahre Schönheit? Eingriffe versprechen Perfektion – aber oft geht dabei genau das verloren, was uns berührt: Ausdruck, Tiefe und echte Emotion.

Mit der Ausstellung wollte ich den Blick zurück zur Natur lenken. Reife Früchte stehen für mich für Vollkommenheit im natürlichen Prozess – gewachsen, gereift, unverändert. In ihren satten Farben, runden Formen und dieser fast sinnlichen Fülle zeigen sie eine Schönheit, die ganz ohne künstliche Makellosigkeit auskommt.

Reife bedeutet für mich nicht Verlust, sondern Tiefe und Erfüllung. Während wir Menschen oft versuchen, Jugend festzuhalten, zeigt uns die Natur, wie wertvoll Akzeptanz ist. Denn es ist nicht die Glätte, die uns strahlen lässt – sondern Glück, gelebte Erfahrungen und echter Ausdruck.

Ein ganz besonderes Highlight für mich war, dass ich auch das Tomatenbild meiner Tochter in die Ausstellung integrieren konnte. Für mich passte es perfekt ins Konzept. Gerade weil Lotte als Kind noch so unvoreingenommen ist und in den kleinsten Dingen wahre Schönheit entdeckt. Das hat mich sehr berührt.

Es war schön zu sehen, wie meine Werke in den Räumlichkeiten gewirkt haben und wie viel Wärme sie in die Büroräume gebracht haben. Kunst entfaltet in solchen Momenten noch einmal eine ganz andere Wirkung.

In den nächsten Monaten steht noch einiges an, worauf ich mich sehr freue. Es ist einfach etwas Besonderes, seine Arbeiten präsentieren zu dürfen – und zu erleben, wie sie in einem Raum und bei anderen Menschen wirken.